Mittwoch, 6. April 2011

Review: Vincent will Meer

Filme und Serien




Heute:
Vincent will meer
 
Höhö - ein Wortspiel!


Produktionsjahr: 2010
Laufzeit: 96 min
Budget: ? Mill. €
Einnahmen: 6 Mill. €
Zur Homepage: Hier klicken



Der Trailer:

Schau den Trailer - und du kennst den Film!



 
"Du komm - lass uns Grass fressen!"



Denn mehr als in dem Trailer gezeigt wird, passiert dann auch nicht mehr. Der Film ist ein wirklich nett gemachter bayrischer Roadmovie über drei gestörte Alt-Jugendliche auf dem Weg zum Meer. Ja, so einfach kann ein Handlungsplot noch im Jahr 2010 sein. Durch die atemberaubenden Bergaufnahmen schlich sich bei mir außerdem der Eindruck ein, dass hier das bayrische Kulturministerium den Film in Auftrag gegeben hat - so ein bisschen ist der Film auch ein grüner Werbefilm für Bayern. Is halt aber auch ein schönes Land! ;-)



Und WO sind hier gleich nochmal diese "Bärge"



Handlungstechnisch gesehen ist der Film also kein großer Wurf - schauspielerisch gesehen zu 50 % grandios. Besonders sticht Florian David Fitz in seiner Rolle als am Tourette-Syndrom erkrankter Vincent heraus. Die Rolle ist ihm absolut auf den Kragen zugeschneidert - er füllt sie in jeder Sekunde zum Leben und trägt dadurch den kompletten Film.
Neutral bis gut kann die Rolle des von Zwangsneurosen geplagten Alexander eingestuft werden, der von Johannes Allmayer gespielt wird. Zwar kann die Rolle nicht an die von Jack Nicholson aus "Besser gehts nicht" heranreichen - sie unterhält durch nette Seitengags dennoch.
Schwach bzw. als eine Fehlbesetzung empfinde ich Karoline Herfurt in ihrer Rolle als magersüchtige Marie. Ich schätze Karoline Herfurt schon seit langer Zeit als eine der wenig, wirklich guten deutschen Nachwuchskünstlerinnen - jedoch schafft sie es in keiner Sekunde wirklich überzeugend die Rolle zu füllen. Und obwohl Sie bestimmt für diese Rolle einige Kilos abgenommen hat, ist sie einfach nicht dürr genug für eine chronisch krank-magersüchtige. Daher verpufft das Potential diese Rolle leider total.




"Harry hol schon mal den Hautscharber" - 
hier ein ECHT erschreckendes Beispiel für Bulimie



Auf einer Ebene kann der Film dann doch noch überraschen. Die angedeutete Hollywood-Romanze zwischen Marie und Vincent - ist keine. YEAH! Denn Marie benutzt in Wirklichkeit Vincent nur um sich endlich mal gscheit totzuhungern - was sie alleine einfach nicht schafft. Ein genialer Ansatz! Dieser Twist wird zwar auch mehrfach im Film angeschnitten - doch selbst ich musste zwei Nächte und drei Klositzungen darüber nachdenken bis mir das wirklich bewusst wurde. Schade - verschenktes Potential!



Ein Psycho - ne angebliche Magersüchtige und ein Unsympath. 
Besser hätte man Bayern ned darstellen können!




Fazit:
Ein wunderschöner, bildgewaltiger, bayrischer Roadmovie in klassischer Machart - über drei psychisch gestörte Jugendliche, mit vielen lustigen aber auch so manchen stillen Momenten. Wem soetwas gefällt, der wird seine helle Freude an dem Film haben - alle anderen können sich den Trailer reinziehen - denn mehr passiert nicht! 
Gesamtwertung:




Einzelwertungen:
Corny: 7,5/10
"siehe Fazit"

Eva: 8/10
"Schöner Film, vorallem der Drehort ^^ nur das Ende ist unrealistisch"

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